"Mir ist sooo langweilig!"

    Wegen der Kindergarten- und Schulschließungen müssen viele Familien die nächsten Wochen gemeinsam Zuhause verbringen. Damit Ihnen und Ihren Kleinen die Zeit nicht allzu lang wird, haben wir ein paar Tipps.

    TIPP 1: Höre deine Lieblingsmusik oder dein Lieblingshörbuch

    Hörmedien (wie Radio, Hörkassetten, CD's, Tonies) stehen - abgesehen von Büchern - noch immer oben auf der Beliebtheitsskala der Kinder und sind für viele Kinder die ersten „wahren“ elektronischen Medien. Ganz gleich, ob es sich um Musik aus dem Internet oder um ein Hörspiel aus dem Radio oder auf einem Tonträger handelt: Kinder nutzen ihre Hör-stoffe in der Regel, um sich in Stimmung zu bringen, um Spaß und Unterhaltung zu haben. Was die Auswahl der Hörmedien betrifft, so scheinen Kinder ganz genau zu wissen, was am besten zu ihrer Stimmung passt. 

    Um zu Verhindern, dass Kinderhörmedien erschrecken, ängstigen oder verstören, achten Sie als Eltern bitte unbedingt darauf, dass die Produkte kindgerecht und altersgemäß sind. Kinder hören nämlich anders zu als Erwachsene. Wo jüngere Vor- und Grundschulkinder nur die Handlungsteile eines Hörspiels wahrnehmen, die sie verstehen können und die ihnen in einer bestimmten Lebenssituation wichtig sind, können ältere Kinder die Handlung längerer Hörspiele nicht nur verstehen und wiedergeben, sondern sie können sich auch in die Rollen verschiedener Figuren hineinversetzen und diese beurteilen.

    Deine Freunde
    Deine Freunde
    Räuber Hotzenplotz
    Räuber Hotzenplotz
    Bibi Blocksberg
    Bibi Blocksberg

    TIPP 2: Koche etwas Leckeres für Dich und Deine Familie

    Selber kochen ist für Kinder ein tolles Erlebnis und bringt ihnen gleichzeitig das Bewusstsein für frische Lebensmittel und gesunde Ernährung spielerisch näher.

    Wenn Sie mit Kindern kochen, dann sollten Sie etwas organisierter vorgehen. Machen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen Plan, was gekocht werden soll. Vor dem Start ist es wichtig ein paar grundlegende Küchenregeln festzuhalten:

    Alles hört auf Mamas (oder Papas) Kommando.

    In der Küche wird nicht gerannt.

    Mit scharfen Gegenständen, wie Messern, wird nicht gespielt.

    Tipp: Richten Sie einen kleinen Arbeitsplatz für das Kind ein, z. B. am Tisch. Schneidebretter können Sie rutschsicher machen, indem Sie feuchtes Küchenpapier unterlegen.

    Nachdem sich alle gründlich die Hände gewaschen haben, kann es losgehen. Wie wäre es mit diesem Rezept?

    Zucchini-Pfannkuchen mit Dip

    Für 4 Personen braucht ihr: 

    250 g Mehl, 4 Eier, ½ Liter Milch, 250 g Zucchini, 1 kleine Zwiebel, Salz und Pfeffer, Thymian, Öl, Saure Sahne, Kräuter (Petersilie, Schnittlauch)

    Aufgaben verteilen:

    Zucchini schälen und grob raspeln

    Zwiebel schälen und in Würfel schneiden

    Teigzutaten abmessen und verrühren

    Eier aufschlagen

    Pfannkuchen in Fett ausbacken

    Kräuter waschen und hacken

    Dip herstellen

    Ideen für die Aufgabenverteilung:
    2- bis 3-jährige: Zucchini und Kräuter in einer Schüssel am Platz waschen, Kräuter trocken schlagen, abgemessene Teigzutaten mit Mamas Hilfe in die Schüssel gießen, mit Mamas Hilfe den Teig umrühren, mit Mamas Hilfe mit einem Esslöffel etwas Teig in die Pfanne geben für einen Mini-Pfannkuchen. Mit Mamas Hilfe Saure Sahne und Kräuter verrühren.

    4- bis 6-jährige können außerdem: Zucchini schälen und anfangen zu reiben, Schale von der Zwiebel abziehen, Eier aufschlagen und Kräuter klein hacken.

    Kleine Küchenprofis können außerdem: Pfannkuchen ausbacken und wenden.

    Nicht vergessen: Loben Sie die kleinen Köche immer wieder. Nach einem Lob macht das Helfen gleich viel mehr Spaß.

    Rezept Zucchini-pfannkuchen mit Dip
    Rezept Zucchini-Pfannkuchen mit Dip

    Ganz wichtig: Nach dem Kochen folgt das gemeinsame Essen. Guten Appetit!

    TIPP 3: Schalte Deine Lieblingsmusik an und tanze dazu

    Kinder lieben es, sich zu bewegen! Am liebsten wollen sie den ganzen Tag springen, rennen, hüpfen und sich drehen. Habt ihr es schon mal mit Tanzen versucht? Legt eure Lieblingsmusik ein, dreht sie auf und tanzt nach Herzenslust. Tanzen ist nämlich gesund und macht glücklich. Und das Beste: Tanzen kann jeder. 

    Und jetzt beginnt das gemeinsame Tanzen! 

    TIPP 4: Falte bunte Origami Figuren

    Basteln ist gut für uns! Forscher haben herausgefunden, dass beim Basteln das Glückshormon Dopamin und das Wohlfühlhormon Serotonin freigesetzt werden. Basteln entschleunigt unseren hektischen Alltag und bildet einen entspannten und entspannenden Kontrast. Bastel-Ideen gibt es wie Sand am Meer. Auf Pinterest und YouTube finden Sie unzählige Tipps und Anleitungen.

    Haben Sie mit ihren Kindern schon mal eine Origami-Figur gefaltet? Jetzt ist die Zeit dafür da!

    Schauen Sie mal auf Besser basteln oder Einfach basteln vorbei! 

    Viel Spaß beim Nachmachen!

    TIPP 5: Baut eine Höhle oder Deckenburg im Wohnzimmer

    Welches Kind hätte nicht gern eine eigene Höhle? Und zwar eine, die stabil ist und nicht so schnell kaputt geht. Eine Deckenburg zu bauen ist total einfach und bietet Ihren Kindern und Ihnen stundenlang Spaß. Sie können aus ganz normalen Gegenständen wie Decken, Laken, Stühlen und Gardinenstangen die tollsten Forts bauen. Zuerst brauchen Sie ein Gerüst, über das Sie dann Decken und Laken werfen können. So können sich Ihre Kinder gut von der Außenwelt abschirmen. Mit ein paar Kissen und Decken drinnen wird es so richtig gemütlich. Die Kleinen wollen dann den ganzen Nachmittag darin verbringen.

    So bauen Sie eine einfache Höhle:

    Stellen Sie zwei Reihen Stühle auf, mit den Lehnen nach innen. Idealerweise sollten die Stühle etwa 120 cm bis 150 cm auseinander stehen, je nach Größe der Decken.

    Tipp: Die Deckenburg sollte groß genug sein, damit die Kinder darin herumkrabbeln und spielen können. Suchen Sie also eine Stelle in der Wohnung aus, wo möglichst viel Platz ist. Meist eignet sich das Wohnzimmer, Esszimmer oder Schlafzimmer am besten.

    Jetzt können Decken und Kissen auf den Boden des Forts gelegt werden, so wird es drinnen bequem und gemütlich. Sie können auch noch ein paar Polster oder Kissen an die Ränder des Forts positionieren. Zusätzlich können Ihre Kinder noch Decken oder Schlafsäcke mit hinein nehmen, um sich später zuzudecken. Wenn die Decke der Burg hoch genug ist, könnten Sie sogar ein paar kleine Sitzgelegenheiten hinein räumen, wie zum Beispiel niedrige Hocker oder Sitzsäcke.

    Jetzt bauen Sie die Höhle fertig, indem Sie ein großes Laken oder eine Decke über die Stühle legen. Die Decke oder das Laken sollte über die Kanten der Möbel möglichst bis zum Boden herabhängen. Ziehen Sie die Enden straff, so dass sie in der Mitte nicht durchhängt. Wenn es drinnen dunkler sein soll, dann legen Sie mehrere Laken oder Decken einfach übereinander.

    Damit die Decken nicht von den Stuhllehnen oder anderen Möbeln herunterrutschen, sollten Sie diese mit schweren Gegenständen oder Wäscheklammern befestigen. Zum Beispiel eignen sich ein paar Bücher, die an die Ränder der Decken gelegt werden. Manchmal reicht es auch aus, die Decken mit Wäscheklammern an den Stühlen zu befestigen. Wenn Sie große Kissen oder Polster gegen den Rahmen des Forts lehnen, wird es ebenfalls etwas stabiler.

    Viel Spaß beim Nachbauen!

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